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Sanitär

Trinkwasserhygiene und Legionellenschutz in Paderborn

Legionellen im Warmwasser sind kein Schicksal, sondern fast immer eine Frage der Installation. Wir helfen Vermietern, Hausverwaltungen und Gewerbe, ihre Anlage hygienisch sicher zu betreiben – und bei einem positiven Befund schnell zu handeln.

Pflichten für Betreiber von Trinkwasseranlagen

Wer Wohnungen vermietet oder gewerblich Trinkwasser abgibt und eine Großanlage zur Warmwasserbereitung betreibt, muss das Warmwasser nach der Trinkwasserverordnung regelmäßig auf Legionellen untersuchen lassen – in der Regel alle drei Jahre, wenn Duschen vorhanden sind. Als Großanlage gilt eine Anlage mit mehr als 400 Litern Speicherinhalt oder mehr als drei Litern Inhalt in einer Leitung zwischen Wassererwärmer und Zapfstelle.

Wird der technische Maßnahmenwert von 100 koloniebildenden Einheiten je 100 Milliliter überschritten, muss der Betreiber handeln: das Gesundheitsamt informieren, die Ursache durch eine Gefährdungsanalyse klären lassen und die Anlage in Ordnung bringen. Genau bei diesem letzten Schritt kommen wir ins Spiel.

Unsere Leistungen

Hygienisch planen, sicher betreiben, gezielt sanieren

Warum Legionellen entstehen

Legionellen vermehren sich in lauwarmem Wasser zwischen etwa 25 und 45 °C – besonders dort, wo Wasser lange steht. Typische Ursachen sind zu niedrige Warmwassertemperaturen, eine schlecht abgeglichene Zirkulation, tote Leitungsstücke nach Umbauten, überdimensionierte Rohre und selten genutzte Zapfstellen. Auch Kaltwasserleitungen, die neben warmen Leitungen verlaufen, können sich zu sehr erwärmen.

Was wir für Sie tun

  • Bestandsaufnahme der Anlage mit Blick auf Temperaturen, Zirkulation und Stagnation
  • Probenahmeventile an den vorgeschriebenen Stellen einbauen, damit das Labor korrekt beproben kann
  • Umsetzen der Maßnahmen aus der Gefährdungsanalyse: tote Leitungen entfernen, Zirkulation hydraulisch abgleichen, Dämmung verbessern, Speicher und Regelung anpassen
  • Thermische Desinfektion und Spülung nach Plan, wo sie als Sofortmaßnahme sinnvoll ist
  • Dokumentation aller Arbeiten für Gesundheitsamt und Betreiberakte

Die Probenahme selbst übernimmt ein akkreditiertes Labor, die Gefährdungsanalyse ein dafür qualifizierter Sachverständiger. Wir stimmen uns mit beiden ab, damit die Maßnahmen zügig umgesetzt werden können.

Vorbeugen statt sanieren

Die meisten Hygieneprobleme lassen sich schon bei der Planung vermeiden: Leitungen richtig dimensionieren, Zapfstellen durchschleifen statt in Stichleitungen anschließen, Warmwasser und Zirkulation auf der richtigen Temperatur halten, Kaltwasser vor Erwärmung schützen. Bei Neubau und Sanierung planen wir die Trinkwasserinstallation deshalb nach DIN 1988-300 und den Hygieneregeln der VDI 6023 – und übergeben einen Plan, wie selten genutzte Stellen regelmäßig gespült werden.

Hersteller

Hygienische Rohrsysteme

Links zu den Herstellern öffnen in einem neuen Fenster. Welches Produkt zu Ihrem Haus passt, besprechen wir mit Ihnen.

FAQ

Häufige Fragen: Trinkwasserhygiene

Ihre Frage ist nicht dabei? Wir antworten persönlich.

Zentrale Mo – Fr 08:00 – 17:00 Uhr
05251 180 69 90 Frage stellen
Wer muss sein Trinkwasser auf Legionellen untersuchen lassen?

Betreiber einer Großanlage zur Warmwasserbereitung, die Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgeben – dazu zählt auch die Vermietung – und Duschen oder andere Vernebelungen betreiben. Die Untersuchung ist in der Regel alle drei Jahre fällig.

Was passiert bei einem positiven Legionellenbefund?

Wird der technische Maßnahmenwert von 100 KBE je 100 ml überschritten, muss der Betreiber das Gesundheitsamt informieren, eine Gefährdungsanalyse erstellen lassen und die Mieter unterrichten. Anschließend werden die Ursachen beseitigt – etwa durch Umbau der Leitungen oder Abgleich der Zirkulation. Diese Arbeiten übernehmen wir.

Erstellen Sie auch die Gefährdungsanalyse?

Nein. Die Gefährdungsanalyse erstellt ein dafür qualifizierter Sachverständiger, die Probenahme ein akkreditiertes Labor. Wir setzen die empfohlenen Maßnahmen um und stimmen uns dafür mit beiden ab.

Hilft es, das Warmwasser einfach heißer einzustellen?

Kurzfristig kann eine höhere Temperatur helfen, dauerhaft löst sie das Problem selten – und sie kostet Energie. Die Ursache liegt meist in der Installation: Stagnation, Zirkulation, Dämmung. Dort setzen wir an.

Sprechen wir über Ihr Vorhaben.

Schildern Sie uns kurz Ihr Objekt. Für eine erste Einschätzung genügen Gebäudetyp, Wohnfläche und Baujahr.