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TGA-Fachplanung

Schlitz- und Durchbruchsplanung im 3D-Modell

Rohre müssen durch Decken und Wände – und dafür braucht es Aussparungen, die im Rohbau an der richtigen Stelle sitzen. Wir planen die Leitungsführung in 3D, leiten daraus die Durchbrüche ab und stimmen sie mit Architektur und Tragwerksplanung ab. So kommt sich kein Gewerk in die Quere, und Kernbohrungen nach dem Rohbau werden zur Ausnahme.

3D
Leitungsführung aller Leitungen in einem Modell
IFC + BCF
Durchbrüche und Abstimmung im offenen Format
vor dem Rohbau
Aussparungen eingeplant statt nachträglich gebohrt

Jeder Durchbruch, der fehlt, wird später teuer

Wird ein Durchbruch im Rohbau vergessen, bleibt nur die Kernbohrung – mit Lärm, Staub, Wartezeit und dem Risiko, Bewehrung zu treffen. In Stahlbetondecken und Unterzügen braucht jede nachträgliche Öffnung außerdem die Freigabe des Tragwerksplaners. Und wo zwei Gewerke denselben Platz beanspruchen, wird auf der Baustelle improvisiert: Der Lüftungskanal kommt nicht am Abwasserrohr vorbei, die Heizungsleitung muss umgelegt werden.

Die dreidimensionale Planung löst das, bevor es entsteht. Wir führen Heizungs-, Trinkwasser-, Abwasser- und Lüftungsleitungen im Modell so, dass sie sich nicht in die Quere kommen und möglichst kurz und gerade verlaufen. Wo sie Decken und Wände kreuzen, entsteht der Durchbruch – mit Lage, Größe und Höhe, abgestimmt mit Architektur und Tragwerk.

Koordination im Modell

Wie Schlitze und Durchbrüche geplant werden

Alle Leitungen in einem Modell

Grundlage ist das Architekturmodell, das wir als IFC übernehmen. Darin planen wir die Trassen der Haustechnik: Steigschächte, Verteilleitungen unter der Decke, Anschlüsse an Sanitärobjekte und Heizflächen. Dabei zählt nicht nur das Rohr selbst, sondern sein tatsächlicher Platzbedarf – mit Dämmung, Befestigung, Gefälle bei Abwasserleitungen und den Abständen, die der Brandschutz verlangt.

Kollisionen finden, bevor sie gebaut werden

Im Koordinationsmodell treffen die Fachmodelle von Architektur, Tragwerk und Haustechnik zusammen. Eine automatische Kollisionsprüfung zeigt, wo sich Bauteile durchdringen: das Abwasserrohr im Unterzug, der Kanal vor der Stütze, die Leitung ohne Platz über der abgehängten Decke. Jede Kollision wird geklärt, solange sie nur eine Planänderung kostet.

Vom Rohr zum Durchbruch

Wo eine Leitung eine Wand oder Decke kreuzt, legen wir den Durchbruch fest: Lage, Größe und Höhe, mit dem nötigen Spielraum für Dämmung und Abschottung. Leitungen, die dicht beieinander liegen, fassen wir zu gemeinsamen Durchbrüchen zusammen, wo der Brandschutz das zulässt. Schlitze in Wänden sehen wir nur dort vor, wo sie die Tragfähigkeit nicht beeinträchtigen, und stimmen sie ebenfalls ab.

Abstimmen mit Tragwerk und Architektur

Die Durchbrüche übergeben wir als Bauteile im IFC-Modell und als Schlitz- und Durchbruchspläne. Der Tragwerksplaner prüft sie und gibt sie frei oder schlägt eine andere Lage vor. Rückfragen und Änderungen laufen über BCF – jede Meldung hängt am betroffenen Bauteil, mit Blickpunkt und Status. So ist jederzeit nachvollziehbar, welcher Durchbruch freigegeben ist.

Übernahme in den Rohbau

Freigegebene Durchbrüche fließen in die Schal- und Bewehrungspläne ein und werden beim Betonieren ausgespart. Auf der Baustelle sitzen sie dann dort, wo die Leitungen später tatsächlich verlaufen – und die Montage beginnt, ohne dass gebohrt werden muss.

Leistungsumfang

Was Sie von uns bekommen

  • Übernahme von Architektur- und Tragwerksmodell (IFC)
  • Trassenplanung aller haustechnischen Leitungen in 3D
  • Kollisionsprüfung und Klärung im Koordinationsmodell
  • Durchbrüche und Schlitze mit Lage, Größe und Höhe – inklusive Platz für Dämmung und Abschottung
  • Übergabe als IFC-Bauteile und als Schlitz- und Durchbruchspläne
  • Abstimmung und Freigabe mit Tragwerk und Architektur über BCF
  • Fortschreibung bei Planungsänderungen

Ablauf

So gehen wir vor

  1. Modelle übernehmen Architektur- und Tragwerksmodell als IFC – oder die vorhandenen Pläne.
  2. Trassen planen Leitungsführung aller Gewerke der Haustechnik in 3D.
  3. Durchbrüche ableiten Lage, Größe und Höhe jeder Aussparung, geprüft auf Kollisionen.
  4. Abstimmen und freigeben Mit Tragwerk und Architektur über BCF – dann ab in die Schalungspläne.

FAQ

Häufige Fragen: Schlitz- und Durchbruchsplanung

Ihre Frage ist nicht dabei? Wir antworten persönlich.

Zentrale Mo – Fr 08:00 – 17:00 Uhr
05251 180 69 90 Frage stellen
Warum ist die Durchbruchsplanung so wichtig?

Weil ein vergessener Durchbruch nach dem Rohbau nur noch gebohrt werden kann – mit Kosten, Wartezeit und dem Risiko, die Bewehrung zu treffen. Im Schalungsplan eingeplant, kostet er wenig.

Wer gibt die Durchbrüche frei?

Der Tragwerksplaner, weil Durchbrüche die Statik betreffen – dazu der Architekt. Wir erstellen die Vorschläge, stimmen sie ab und pflegen die Änderungen ein.

Was, wenn es kein Architekturmodell gibt?

Dann arbeiten wir mit den vorhandenen Plänen. Sprechen Sie uns an – oft genügt ein vereinfachtes Modell der Bauteile, die für die Haustechnik wichtig sind.

In welchem Format bekomme ich die Durchbrüche?

Als Bauteile im IFC-Modell und als Schlitz- und Durchbruchspläne im PDF. Die Abstimmung läuft über BCF, damit jede Rückfrage am richtigen Bauteil hängt.

Projekt zu vergeben?

Schildern Sie uns Ihr Vorhaben. Für eine erste Einschätzung genügen Gebäudetyp, Bruttogrundfläche und die gewünschten Leistungsphasen.